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Wir über uns - Pfarrgemeinde „St. Antonius“ Eschhofen

1. Chronik der Pfarrgemeinde:

Die Pfarrgemeinde „St. Antonius“ Eschhofen gehört heute dem Pastoralen Raum Dietkirchen (PRD) an. Zu diesem Pfarreienverbund gehören zudem noch die Gemeinden „St. Nikolaus“ Dehrn, „St. Lubentius“ Dietkirchen sowie „St. Jakobus“ Lindenholzhausen. Errichtet die Pfarrei „St. Antonius“ Eschhofen aus den Dörfern Eschhofen und Mühlen im Jahre 1840 durch Bischof Johann Wilhelm Bausch. Bis dahin gehörten beide Ortschaften zur alten Pfarrei Dietkirchen mit der Basilika St. Lubentius, die zugleich Mutterpfarrei einer großen Zahl unserer Nachbargemeinden ist.
Zur Pfarrkirche bestimmte man die St. Antoniuskapelle in Eschhofen, die schon im Jahre 1432 erbaut worden sein soll. Sie hatte eine Größe von ca. 60 qm und fasste höchstens 120 Gläubige. Die Pfarrei hatte aber zu Beginn bereits ca. 550 Gemeindemitglieder. Die ersten ca. 50 Jahre der eigenständigen Pfarrgemeinde waren schwierig. Die Gemeindemitglieder und somit auch die Pfarrei waren arm. Es gab kein Pfarrhaus als Wohnsitz für den Pfarrer. Durch die schlechten Wohnverhältnisse für den Pfarrer blieb keiner lange und es gab sehr viele Wechsel im Amt des Gemeindeseelsorgers. Die kirchlichen und weltlichen Behörden zeigten wenig Interesse, die Bedingungen zu verbessern. Und die Gemeinde sah sich nicht in der Lage die Kosten für eine größere Pfarrkirche aufzubringen.

Am 1. Oktober 1888 wurde Heinrich Marie Hagemann Pfarrer von Eschhofen. Er ist und bleibt in unserer Gemeinde durch sein verdienstvolles und wohltätiges Wirken gegenwärtig und die Zivilgemeinde ehrte ihn dadurch, dass sie einer Straße seinen Namen gab. Pfarrer Hagemann gelang es, dass die Gemeinde ein Pfarrhaus und eine neue Kirche baute, die am 9. August 1891 feierlich geweiht und mit einem großen Volksfest gefeiert wurde. In Erinnerung an diesen Weihetag der Pfarrkirche feiert die Gemeinde bis heute jedes Jahr am Sonntag nach (oder auf) dem 9. August ihre „Kirmes“. Pfarrer Hagemann wirkte bis zu seinem Tode im Jahre 1918 in Eschhofen. 

In der Folgezeit entwickelte sich die Gemeinde weiter. Da in den dreißiger und vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts „Priestermangel“ in unserer Diözese ein Fremdwort war, konnte z. B. Pfarrer Ludwig Schramm, der von 1930 bis 1949 Pfarrer der Gemeinde war, in dieser Zeit von insgesamt 7 Kaplänen unterstützt werden.

Als 1949 Pfarrer Josef Schüßler die Gemeinde übernahm war das Dorf zwischenzeitlich auf ca. 2.000 Einwohner angewachsen. In den 20 Jahren seiner Amtszeit wurde das Innere der Kirche erneuert und ein neuer Kindergarten gebaut.

Seit 1961 war eine Schwester der Ordensgemeinschaft der Franziskanerinnen als Krankenschwester in der Gemeinde tätig und 1962 übernahm eine Mitschwester die Leitung des Kindergartens. Durch den immer größer werdenden Nachwuchsmangel in der Ordensgemeinschaft mussten die Schwestern ihren Dienst in der Gemeinde 1974 aufgeben. Der Kindergarten wurde weiter von „weltlichen“ Erzieherinnen geleitet, für den aufopferungsvollen Dienst an den Kranken gab es leider keine Nachfolge.

1969 wurde Pfarrer Dieter Klug, der am 12.06.2010 verstarb und in Frickhofen seine letzte Ruhestätte gefunden hat, Pfarrer der St. Antoniusgemeinde. Gemeinsam  mit Vertretern des Kirchenvorstandes und des Pfarrgemeinderates überlegte er, welche baulichen Veränderungen und Erneuerungen notwendig seien, um ein aktives Gemeindeleben zu gestalten.
So wurde der Kindergarten erweitert, so dass dort zeitweise bis zu 100 Kinder  betreut werden konnten. An die Kirche wurde das Pfarrzentrum mit direkter Verbindung zum Kirchenraum angebaut. Der Pfarrsaal, der rund 200 Personen fasst, kann sowohl als Erweiterung des Kirchenraumes für Gottesdienste, als auch für gesellige Zusammenkünfte und Feiern der Gemeinde genutzt werden. Zwei weitere Räume, eine Küche und eine Bücherei bieten genügend Raum für ein aktives Gemeindeleben. In direkter Verbindung mit dem Pfarrzentrum entstand eine neue Wohnung für den Pfarrer und ein Pfarrbüro. Dieses große Bauprojekt wurde von den Gemeindemitgliedern sowohl finanziell, als auch mit vielen Arbeitseinsätzen unterstützt und 1975 fertig gestellt. Die Räumlichkeiten werden von der Gemeinde mit ihren unterschiedlichen Gruppen bis auf den heutigen Tag für ihre Treffen genutzt und mit Leben gefüllt.

Seit dem 01.12.1977 ist Pfarrer Hubertus Janssen Pfarrer unserer Gemeinde. Sein priesterliches Wirken ist von der Inspiration des 2. vatikanischen Konzils geprägt und dieser Geist ist auch in der Entwicklung und den Schwerpunkten des Gemeindelebens heute erkennbar. Der Gemeinde ist es wichtig, die frohmachende und befreiende Nachricht des Evangeliums für alle Menschen erlebbar zu machen. Die Einladung zur Mitarbeit und Mitleben in der Pfarrgemeinde richtet sich an alle Gemeindmitglieder – junge und alte, Familien und Alleinstehende, ihren Glauben lebende und Zweifelnde, kirchlich engagierte und suchende, frohe und trauernde, zuversichtliche und ängstliche – jeder ist willkommen, der mit uns Gemeinde leben und gestalten will.

Deshalb sind uns auch die Gremien unserer Pfarrei wichtig, insbesondere der Pfarrgemeinderat und der Verwaltungsrat. Der Pfarrgemeinderat besteht aus 12 von den Gemeindemitgliedern für vier Jahre gewählten Mitgliedern. Sie unterstützen den Pfarrer in der Leitung der Gemeinde und setzen Aufgabenschwerpunkte der Gemeindearbeit. Der Verwaltungsrat verwaltet die Finanzen und das Vermögen (Gebäude, etc.) der Pfarrgemeinde.

Die Aktivitäten unseres Gemeindelebens werden auch durch unsere Sachausschüsse des Pfarrgemeinderates deutlich:
Veranstaltungsausschuss – Er organisiert und veranstaltet die Feste und Feiern der Pfarrgemeinde: z. B. das jährliche Pfarrfest im September, den Martinszug, die Faschingsveranstaltung;
Sozialausschuss – die Mitglieder besuchen regelmäßig die Kranken, die Trauernden, gratuliert zu frohen Festen und organisiert Hilfe, wo diese gebraucht wird;
Liturgieausschuss – organisiert den Einsatz der Lektoren und Kommunionhelfer in den Gottesdiensten, Krabbelgottesdienste für Kleinkinder mit ihren Familien, begleitende Wortgottesdienste für Kindergarten- und Grundschulkinder, Familiengottesdienste die von Schulkindern gestaltet werden;
Jugendausschuss – vertritt die Interessen der Jugendlichen der Gemeinde, gestaltet Jugendgottesdienste und Meditationen für Jugendliche und „jung gebliebene“, betreut die Messdiener/innen, engagiert sich bei den Festen der Pfarrgemeinde und kümmert sich um Kinder und Jugendliche;
Partnerschaftskomitee – neu gegründet als Bindeglied der Gemeinde zur Partnergemeinde BINJU-NKAMBE in der Diözese Kumbo / Kamerun.

 

Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Gruppen, die das Gemeindeleben mit gestalten und prägen:

  • die Krabbelgruppe
  • der Mini Club
  • der katholische und ökumenische Kindergarten
  • die Frauengemeinschaft
  • der Seniorenclub
  • die KAB
  • der Kirchenchor
  • die Band „J O Y